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So werden Windgutachten effizienter und verlässlicher

Was unterscheidet Ihre Extremwindabschätzung von herkömmlichen Verfahren?

Dominik Adler: Die Bestimmung des Extremwindes kann laut der maßgeblichen Richtlinie DIBt von 2012 einerseits durch einen einfachen Vergleich der Windzonen basierend auf der Windzonenkarte nach DIBt und der veröffentlichten Windzone in der Auslegung des jeweils geplanten WEA-Typs erfolgen oder andererseits nach dem Berechnungsverfahren nach DIN 1991-1-4 NA, basierend auf den Angaben zur Windzone und Geländekategorie am Ort der Planung. Letzteres führt GEO-NET mit einem leistungsstarken, weil intensiv anhand von zahlreichen Windmessungen validierten und höchsten Qualitätsstandards genügendem Verfahren durch. Dabei kommen auch Machine-Learning Verfahren zum Einsatz.

Sollten Standsicherheitsnachweis und Extremwindabschätzung aus einer Hand sein?

Dominik Adler: Werden während des Standsicherheitsnachweises Grenzwerte überschritten, können wir sofort reagieren und eine Extremwindabschätzung durchführen. Das spart Zeit, reduziert Abstimmungsaufwand und ermöglicht wirtschaftliche Kombinationsangebote – besonders bei kurzfristigen Änderungen wie einem Anlagentypwechsel.

Dominik Adler
GEO-NET Umweltconsulting GmbH

Foto: GEO-NET

GEO-NET war an der Entwicklung eines Komplexitätsmaßes, des T-Rix, beteiligt. Welche Vorteile ergeben sich daraus?

Dominik Adler: Der T-Rix ist ein Maßstab zur Klassifizierung der orografischen Komplexität bei der Erstellung von Windgutachten. Früher war die Bewertung oft sehr subjektiv, mit dem T-Rix wurde ein objektives Maß zur Bewertung eingeführt, so dass sich die Vergleichbarkeit unter den Windgutachtern verbesserte. Er zeigt, ob zusätzliche Messungen nötig sind. Wir nutzen ihn, um aus Windmessungen resultierende Mehrwerte frühzeitig aufzuzeigen und die Datengrundlage für eine TR6-konforme Gutachtenerstellung abzusichern. Das spart Kunden viel Geld in der Finanzierungsphase.

Wie sichern Sie die Gutachtenqualität?

Dominik Adler: Über 25 Jahre Erfahrung und tausende Projekte bilden die Basis. Dazu kommen kontinuierliche Forschung, unser hauseigenes CFD-Modell FITNAH-3D und die aktive Mitwirkung an Branchenstandards wie der TR6. Unsere Akkreditierung nach ISO 17025 stellt sicher, dass Prozesse regelmäßig unabhängig geprüft werden. (NW)

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