Im Bereich Batteriespeicher geht der Trend hin zur Skalierung und Systemintegration auf allen Anwendungsebenen. So werden in großen Speichern inzwischen Zellen mit größeren Formaten verbaut, die eine höhere Energiedichte und Speicherkapazität ermöglichen. Denn diese wird gebraucht, um die erneuerbaren Energien ins System zu integrierten.
Mit einem solchen Großspeicher hat es Sungrow Power Supply ins Finale der EES Awards geschafft. Sungrow hat in seinem Utility-Scale BESS PowerTitan 3.0 Zellen mit hoher Energiedichte gestapelt. Siliziumcarbidtechnologie erhöht die Effizienz des Systems und sorgt für eine Spannungsregelung am Netz innerhalb von Millisekunden. Er unterstützt Systemlösungen mit einer Laufzeit von zwei bis üppigen acht Stunden.
Leistungsstarke Großspeicher
Auch die Elementa‑3-Plattform von Trina Storage hat die Jury überzeugt, die die Energiespeicherlösung im Großmaßstab des chinesischen Herstellers ins Finale gewählt hat. Das System basiert auf einzelnen Speichercontainern mit einem Volumen von 1,56 Megawattstunden, die so miteinander kombiniert werden können, dass ein auf den Anwendungsfall zugeschnittenes Batteriekraftwerk entsteht. In dieser Größenordnung ist auch CRRC Zhuzhou Institute zum EES‑Award angetreten. Der chinesische Hersteller hat mit dem High-Voltage-Cascade-System eine Mittelspannungs-Wechselstromstation mit einer AC-Leistung zwischen zehn und 35 Kilovolt (kV) entwickelt. Die Station liefert diese Leistung direkt aus dem Batteriecontainer.
Speicher fürs Gewerbe und fürs Haus
Bei den kleineren Anwendungen fürs Gewerbe und bei Heimspeichern ist wiederum der modulare Aufbau wichtig, um das System an die Bedürfnisse vor Ort anzupassen. Hier ist es hauptsächlich wichtig, neue mit schon genutzten Modulen innerhalb eines Systems kombinieren zu können, um auch Erweiterungen zu ermöglichen. Mit einem solchen System hat es Sigenergy ins Finale der EES‑Awards geschafft. Der Sigen Neo des chinesischen Herstellers ist ein Heimspeichersystem mit sechs stapelbaren Modulen. Ein modular aufgebautes System für Großanlagen hat der bulgarische Hersteller International Power Supply entwickelt. Dieser Exeron Check Mate ist einer der Finalisten des diesjährigen EES-Awards.
The smarter E Europe: Innovationen vor der Linse
Inzwischen werden selbst Balkonanlagen zunehmend mit Speichern betrieben, um den geernteten Sonnenstrom besser nutzen zu können, statt ihn kostenlos ins Netz einspeisen zu müssen.
Mehr Intelligenz im Speicher
Zudem wird den Kunden der Speicheranbieter auch die unabhängige Stromversorgung immer wichtiger. Diese müssen die Batterien in Kombination mit der Leistungselektronik bereitstellen. Dazu kommen noch Anforderungen an die Sicherheit. Längst geht es nicht mehr nur um automatische Löschvorrichtungen, sondern auch um die Lichtbogenerkennung, die inzwischen auch in den Speichern Einzug hält. Für die bessere Integration wird die künstliche Intelligenz im Energiemanagement bei allen Systemgrößen immer mehr zum Standard.
The smarter E Europe: Sichern Sie sich Freitickets!
Mit einer solchen Lösung hat die Jury Minimum Energy ins Finale der EES‑Awards gewählt. Der Kölner Energiespezialist hat eine cloudbasierte Plattform für Gewerbe- und Industriekunden entwickelt, mit der diese die Betriebsführung der Speicher optimieren können. Für die Betriebsführung und Vermarktung von Energiespeichern hat Volytica Diagnostics mit Available Energy eine Steuerungsplattform entwickelt, die die Unsicherheit hinsichtlich der verfügbaren Energiemengen für den Energiehandel und Netzdienstleistungen minimiert.
Neue Batterietechnologien in den Startlöchern
Dazu kommen noch neue Batterietechnologien. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die bisherigen Lithium-Eisenphosphat-Batterien durch die neuen Natriumionen-Batterien abgelöst werden. Mit dieser neuen Technologie hat es Phenogy ins Finale der EES‑Awards geschafft. Die Phenogy‑1-Serie ist ein Containerspeicher auf der Basis von Natriumionen. Einer der Pioniere dieser Technologie ist der niederländische Hersteller Poweroak, der es auf dem anderen Ende der Anwendungsskala mit einer tragbaren Stromversorgung auf Natriumionenbasis ins Finale der EES‑Awards geschafft hat. Eine noch ganz andere Technologie nutzt Ore Energy. Der niederländische Hersteller hat mit dem Ore Heritage ein System auf Eisen-Luft-Basis entwickelt und es damit ebenfalls ins Finale geschafft.
Aus den Finalisten wählt die Jury noch die Gewinner der EES‑Awards aus. Diese werden am 22. Juni, am Vorabend des Messestarts von The smarter E Europe, ab 17:00 Uhr im International Congress Center Messe München (ICM) ausgezeichnet. Interessierte können die Preisverleihung kostenfrei besuchen. (su)