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Sonne für Industrie in Italien

Im Rahmen des sogenannten Energy Release Schemes der italienischen Regierung baut das Stromhandelsunternehmen MET in Italien Solaranlagen, um dort mittels langfristiger Lieferverträge (international Power Purchase Agreement oder PPA genannt) die Industrie mit Sonnenstrom zu versorgen. 600 Betriebe sollen beliefert werden.

Im Juli 2025 hat die italienische Regierung ein Energieabgabesystem (Energy Release Scheme – ERS) in Kraft gesetzt. Es sieht die Unterstützung des Baus von Solaranlagen vor, die durch direkte Stromversorgungsverträge, also PPA, mit großen energieintensiven Industriebetrieben refinanziert werden. Die PPA sollen den Bau der Anlagen einerseits und andererseits die Dekarbonisierung der Industrie ankurbeln.

Sechs Terawattstunden PV

Das Dekret sieht einen Maximalpreis für den über den PPA gelieferten Strom für die Industrie von 65 Euro pro Megawattstunde vor. Das Programm fördert einen solchen Industriestrompreis für 69 Terawattstunden (TWh) in drei Jahren. Später muss die Industrie dafür Erneuerbare-Energien-Stromerzeuger aufbauen oder finanzieren, die das Doppelte an Elektrizität jährlich erzeugen.

Ende 2024 hat die italienische Tochter des Schweizer Energielieferanten MET mit der staatlichen Energieaufsichtsbehörde Gestore dei Servici Energetici (GSE) einen Vertrag zum Bau von Solaranlagen geschlossen. Mit ihnen will MET die energieintensive Industrie mit eine, jährlichem Sonnenstrom von sechs TWh beliefern. Es sind zehn Prozent des in Italien verbrauchten Industriestroms.

Vom 4. bis 6. März startet nun im Adria-Küstenort Rimini die jährliche Erneuerbare-Energien-Messe und Konferenz Key. Sie behandelt die jüngsten Energiewendereformen des Landes und zeigt auf, wo die Chancen sind. (su/tw)