Neun der zehn weltweit größten Polysiliziumhersteller haben ihren Sitz in China. Das geht aus dem Polysilicon Market Outlook 2029 von Bernreuter Research hervor, der die Marktanteile und Produktionskapazitäten der führenden Produzenten analysiert. Polysilizium ist der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Solarmodulen und eines der zentralen Ausgangsmateriale der Photovoltaikindustrie. Damit bleibt die deutsche Solarindustrie hochgradig abhängig von China.
Aber auch die Volksrepublik selbst braucht den Stoff dringend: Mit dem Zubau von 210 Gigawatt (GW) Solarleistung in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 stieg die chinesische Photovoltaik-Leistung bereits auf 1.100 GW. Erstmals wurde damit in einem Land die Marke von 1.000 GW Solarleistung überschritten. Der gesamte Zubau 2025 könnte sich auf bis zu 300 GW belaufen. Neue Verwaltungsregeln der Energiebehörde aus Januar 2025 vereinheitlichten Planung, Netzanbindung und Sicherheitsanforderungen für dezentrale PV-Anlagen. Eine weitere Richtlinie ermöglicht seit Mai 2025 den direkten Stromverkauf über eigene Leitungen und fördert lokalen Verbrauch.
Bereits 2024 wuchs laut einem Bericht des IEA‑Programms Photovoltaic Power Systems die installierte PV-Leistung dort um 277,6 Gigawatt. Insgesamt erreichte China damit acht Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Volksrepublik. Nicole Weinhold