Das Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern hat auf erneuerbare Energien umgestellt. Angesichts des hohen Energiebedarfs in den zahlreichen Gebäuden am Hauptsitz im Vallendarer Stadtteil Schönstatt war es dringend notwendig, den Strombezug vom Versorger zu verringern und einen Teil des benötigten Stroms durch eigene Erzeugung zu decken.
Dachflächen sind für Photovoltaik geeignet
Nach der Beratung im Rahmen des kommunalen Klimapakts zwischen der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz und der Verbandsgemeinde Vallendar entstand die Idee, auch die Dachflächen der Gebäude des Säkularinstituts für die Photovoltaik zu nutzen. Dazu wurden zunächst der Strom- und Gasverbrauch sowie die Gebäudestrukturen und die technischen Voraussetzungen analysiert. „Die Ergebnisse zeigten, dass von den Dachflächen der Gebäude drei besonders für Photovoltaik geeignet sind. Sie weisen ein Leistungspotenzial von rund 100, 250 und 30 Kilowatt auf. Ziel ist es, diese Flächen systematisch zur Eigenstromerzeugung zu nutzen“, sagt Alexander Ehl, Referent für erneuerbare Energien bei der Energie- und Klimaschutzagentur.
97 Prozent Eigenverbrauch
Die erste Anlage mit einer Leistung von 99 Kilowatt auf einem der Gebäude, dem Noviziatshaus der Schönstätter Marienschwestern, ist installiert. Die Anlage ist an einen eigenen Transformator angebunden und versorgt neben dem Noviziatshaus drei weitere große Gebäude mit Strom. Dadurch wird ein außergewöhnlich hoher Eigenverbrauchsanteil von rund 97 Prozent erreicht.
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Mittelfristig sollen neben der Eigenstromversorgung auch die energetische Sanierung und die Umstellung von Heizsystemen schrittweise angegangen werden. Denn viele der Gebäude weisen derzeit noch einen hohen Energieverbrauch auf, sodass erhebliche Einsparpotenziale bestehen. (su)