Stargate Hydrogen hat Petri Sarnes zum Country Director für Finnland ernannt. Das gab das Unternehmen am 24. August 2026 in Helsinki bekannt. Mit der Personalie will der europäische Elektrolyseur-Hersteller seine Präsenz in einem der aktivsten Wasserstoffmärkte Europas stärken.
„Finnland ist einer der vielversprechendsten Wasserstoffmärkte Europas, mit reichlich erneuerbarem Strom, starker industrieller Nachfrage und ambitionierten nationalen Zielen“, sagt Marko Virkebau, CEO von Stargate Hydrogen. „Petri bringt ein außergewöhnliches Verständnis des finnischen Energiesektors zusammen mit umfangreicher internationaler Erfahrung mit.“
Petri Sarnes hat nach Unternehmensangaben mehr als vier Jahrzehnte Führungserfahrung im Energiesektor. Zuvor war er in mehreren leitenden Positionen bei Siemens tätig, unter anderem in den Bereichen Kernenergie, Öl und Gas, Stromerzeugung und erneuerbare Energien. Zudem leitete er den Aufbau des konventionellen Teils eines 1200-MWe-Kernkraftwerk-Neubauprojekts und war Mitgründer eines Deep-Tech-Startups für Kunststoffrecycling.
Ausbau des Finnland-Geschäfts seit 2024
Stargate Hydrogen hat seine Aktivitäten in Finnland in den vergangenen Jahren schrittweise ausgebaut. Ende 2024 schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit ABB und der Technischen Universität Lappeenranta (LUT), um Streuströme in der alkalischen Elektrolyse zu untersuchen. Im gleichen Zeitraum vereinbarte Stargate Hydrogen eine Kooperation mit dem finnischen Forschungszentrum VTT zur Weiterentwicklung seiner alkalischen Elektrolyseur-Technologie der nächsten Generation.
Ende 2025 trat das Unternehmen dem von ABB geführten Ökosystem H2 Springboard bei, das die finnische Wasserstoffwirtschaft voranbringen soll. Anfang 2026 lieferte Stargate Hydrogen nach eigenen Angaben ein 1-MW-Alkali-Elektrolyseur-System an das Kalla Test Center des Energiekonzerns Fortum im südfinnischen Loviisa.
Lokale Teams für Kundennähe
Mit der Ernennung von Sarnes will das Unternehmen ein lokales Team aufbauen. Ziel sei eine engere Zusammenarbeit mit Projektentwicklern, EPC-Auftragnehmern, Industriekunden und Energieunternehmen, wenn Projekte von der Planung in die Umsetzung übergehen.
Sarnes selbst betont die Ausgangslage des Landes: „Finnland verfügt über die Expertise, die industrielle Basis und die Ressourcen an erneuerbaren Energien, um zu einem führenden Produzenten von grünem Wasserstoff in Europa zu werden, und Stargate Hydrogen ist bereit, eine innovative Elektrolyseur-Technologie zu liefern, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit verbessert.“
Hintergrund zum Unternehmen
Stargate Hydrogen entwickelt industrielle Wasserstoffproduktionssysteme und setzt dabei auf alkalische Elektrolyseure ohne Edelmetalle. Zielbranchen sind nach Unternehmensangaben energieintensive Industrien, die von grauem Wasserstoff umsteigen wollen – darunter Raffinerien sowie die Produktion von Ammoniak, Methanol, E-Methan und Stahl. Zu den Investoren zählt Repsol, zu den Kunden unter anderem Fortum, Utilitas, ABB und Rockfin. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in Europa, der Türkei und Indien aktiv.
Finnland hat Wasserstoff als strategischen Bestandteil seiner industriellen und energiepolitischen Transformation positioniert. Das Land treibt großskalige Produktionsanlagen, grenzüberschreitende Transportinfrastruktur und Exportkapazitäten voran.