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Absatz von Heizungen weiter rückläufig

Der Absatz von Heizungen ist in Deutschland im Jahr
2025 auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gefallen. Das zeigt die Jahresbilanz, die der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) vorgelegt hat. Demnach setzten die Hersteller im vergangenen Jahr nur rund 627.000 Anlagen ab – zwölf Prozent weniger als im bereits schwachen Vorjahr. Damit ist der Heizungsmarkt in Deutschland das zweite Jahr in Folge rückläufig.

Während Wärmepumpen zuletzt mit rund 299.000 verkauften Geräten und einem Wachstum von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegten, können sie allein den Einbruch im Gesamtmarkt nicht kompensieren. So wurde das noch unter der Ampel beschlossene Ziel von 500.000 installierten Wärmepumpen pro Jahr ab 2024 das zweite Jahr in Folge deutlich verfehlt. Auch Heizsysteme auf Basis von Biomasse – etwa Pelletanlagen – verzeichneten eine leichte Erholung, liegen mit 29.000 abgesetzten
Geräten jedoch weiterhin auf niedrigem absoluten Niveau. 

Folgen fürs Klima

Die schwache Nachfrage wird sich laut BDH auch auf die potenziellen CO₂-Einsparungen auswirken. „Wenn weniger Heizungen modernisiert werden, ist das nicht nur schlecht für Wachstum und Beschäftigung, sondern auch für die CO₂-Minderung“, sagt BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt. „Je geringer die Modernisierungsraten in der Gegenwart sind, desto mehr muss in den kommenden Jahren modernisiert werden. Wir schieben eine immer größer werdende Welle vor uns her.“ Denn nach wie vor entsprächen über 40 Prozent der Heizungen im Bestand nicht dem Stand der Technik, viele Anlagen sind älter als 30 Jahre.

BDH

Aus Sicht des Verbandes sind politisch verursachte Unsicherheiten hauptverantwortlich für die gegenwärtige Absatzkrise. Die hitzige öffentliche politische Auseinandersetzung um das Gebäudeenergiegesetz 2023 habe Vertrauen zerstört. „Verbraucherinnen und Verbraucher handeln rational. Solange die politischen Rahmenbedingungen unklar sind, werden Investitionen in neue Heizungen aufgeschoben“, erklärt Staudt. Auch die kommunale Wärmeplanung, die ursprünglich als Orientierungshilfe für Investitionen gedacht war, wirkt seiner Meinung nach derzeit in vielen Fällen als Investitionsbremse. Zahlreiche Bürger zögerten mit Entscheidungen, solange unklar bleibe, welche Optionen ihre Kommune für die zukünftige Wärmeversorgung vorsehe. Ursache dafür seien häufig eine unzureichende Kommunikation und fehlende Erwartungssteuerung auf kommunaler Ebene.

„Die Politik muss jetzt schnellstmöglich einen verlässlichen, bedarfsgerechten und investitionsfreundlichen ordnungspolitischen Rahmen schaffen, flankiert von einer stabilen Förderung und die Bürgerinnen und
Bürger auf diesem Weg mitnehmen“, fordert Staudt. Quelle: BDH / ms