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Studie: Privates Kapital könnte Milliarden bei Energiewende sparen

Bis 2035 muss Deutschland zwischen 780 und 1.035 Milliarden Euro in sein Energiesystem investieren – etwa doppelt so viel wie in der Dekade zuvor. Das geht aus dem Energiewende-Index der Unternehmensberatung McKinsey hervor. Allein die Strominfrastruktur macht mit 680 bis 910 Milliarden Euro den größten Teil aus. Rund die Hälfte davon entfällt nach McKinsey-Angaben auf den Ausbau erneuerbarer Energien.

Zugang zu Kapital als Kernproblem

Das zentrale Problem sei nicht ein Mangel an Kapital, sondern der begrenzte Zugang zu privatem Infrastrukturkapital, analysiert die Studie. „Deutschland hat kein Kapitalproblem – das Problem ist der Zugang zu diesem Kapital", sagt Sebastian Overlack, Partner bei McKinsey und Co-Autor der Studie.

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Hierzulande finanzieren kommunale Versorger die Energieversorgung traditionell über Eigenmittel, öffentliche Haushalte und Kredite öffentlicher Institute. Der Beitrag privaten Kapitals ist bislang gering. Zum Vergleich: In Großbritannien werden rund 54 Prozent aller Infrastrukturinvestitionen privat finanziert.

Vier Hebel und Milliardenpotenzial

Die Autoren benennen vier Ansätze: Bau- und Betriebsrisiken trennen, kleinvolumige Projekte bündeln, Governance-Strukturen anpassen sowie die Kapitalstruktur optimieren. Konkret könnten eine Senkung der Eigenkapitalquote von 60 auf 40 Prozent sowie ein Bündelungsansatz nach neuseeländischem Vorbild zusammen 13 bis 16 Milliarden Euro an Finanzierungskosten einsparen.

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Das entspricht rund 30 bis 35 Euro pro Haushalt und Jahr. „Über die Kapitalkosten lässt sich die Energiewende spürbar günstiger gestalten – und das dauerhaft, nicht nur einmalig", sagt Fridolin Pflugmann, Partner bei McKinsey und Co-Autor der Studie. (nhp)

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