Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search

Hauptstadt Wien setzt auf multifunktionale Solaranlagen

Die Stadt Wien hat am 4. Mai 2026 ein neues Förderpaket für Photovoltaikanlagen über sieben Millionen Euro gestartet. Damit will die Stadt gezielt jene Solarlösungen unterstützen, die kostenintensiv oder komplex in der Umsetzung sind und neue Flächen erschließen.

Hintergrund ist nach Angaben der Stadt, dass sich klassische Aufdachanlagen und Speicher angesichts gesunkener Kosten oft schon innerhalb weniger Jahre rechnen und daher weniger auf Zuschüsse angewiesen sind.

Neu sind Solarfassaden und Dachgärten

Neu ins Programm aufgenommen werden solare Fassaden und Dachgärten. Bei Fassadenanlagen fördert Wien sowohl vorgehängte als auch gebäudeintegrierte Lösungen an Gebäudefassaden und vertikalen Bauwerken wie Lärmschutzwänden. Der Fördersatz liegt bei 700 Euro pro Kilowatt ab dem ersten Kilowatt, maximal werden 30 Prozent der förderfähigen Kosten und bis zu 250.000 Euro pro Anlage übernommen. Die Mindestleistung beträgt drei Kilowatt.

Österreich: Award für integrierte Photovoltaik gestartet

Solare Dachgärten sind schattenspendende Konstruktionen auf Dachflächen, die öffentlich, öffentlich zugänglich oder gemeinschaftlich genutzt werden. Für sie gibt es 600 Euro pro Kilowatt ab dem ersten Kilowatt, ebenfalls bis zu 30 Prozent der Kosten und maximal 50.000 Euro pro Anlage. Die Mindestgröße liegt bei 20 Quadratmetern.

Bewährte Förderschienen laufen weiter

Die Stadt führt zudem bestehende Förderungen im kommenden Jahr fort. Für Photovoltaikanlagen auf mehrgeschoßigen Bestandswohnbauten gibt es bis zu 400 Euro pro Kilowatt, gestaffelt nach Anlagengröße. Auch Absturzsicherungen zählen zu den förderfähigen Kosten.

Mehr Energie vom Dach mit PVT-Modulen

Für Photovoltaik-Flugdächer auf Parkplätzen, Lagerflächen oder Hochgaragen erhalten juristische Personen 600 Euro pro Kilowattpeak und bis zu 250.000 Euro pro Anlage. Voraussetzung sind mindestens 15 Kilowatt Leistung oder 100 Quadratmeter überdachte Fläche. Photovoltaik auf begehbaren und nicht begehbaren Gründächern wird mit bis zu 400 Euro pro Kilowatt und maximal 100.000 Euro pro Anlage unterstützt. Bei allen Schienen gilt die Obergrenze von 30 Prozent der förderfähigen Kosten.

Ziel: 800 Megawatt bis 2030

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky verbindet das Förderpaket mit dem Ausbauziel der Stadt. Es gehe nicht allein um Klimaschutz, sondern auch darum, die Kontrolle über die Energiepreise zurückzugewinnen. „Unser Ausbauziel sind 800 Megawatt bis 2030, das ist eine Leistung, mit der wir ein Viertel aller Wiener Haushalte versorgen können“, betont Czernohorszky.

300 Tipps: Autark mit Solarstrom

Parallel zum Förderpaket baut die Stadt Wien ihr kostenloses Beratungs- und Serviceangebot aus. Die tägliche Fördersprechstunde per Telefon oder Video-Call kann wieder online gebucht werden. Auch das Beratungsangebot „1, 2, 3 Sonnengutschein“ für gemeinschaftliche Photovoltaikanlagen auf mehrgeschoßigen Wohngebäuden wird verlängert. Beim ersten Gebäude-Check prüfen die Berater künftig neben dem solaren Potenzial des Daches auch das der Fassaden. Details zu Förderungen und Beratung unter Sonnenstrom.wien.gv.at. (nhp)

Weitere aktuelle News? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!