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Enercon fertigt in Türkei jetzt Generatoren und Türme extra – auch für Europas Südosten

Wie das Unternehmen aus Aurich am Freitag mitteilte, wird es in der Türkei für die aktuelle Flaggschiffanlage E-175 zusätzlich zur im Mai angekündigten Fertigung der Rotorblätter auch Generatoren und Stahlsegmente der Hybridtürme herstellen. So unterzeichneten Enercon sowie die beiden türkischen Partnerunternehmen Ates Wind Power und Ates Celik ihre Übereinkunft, wonach Enercon künftig im Ates-Wind-Power-Werk Bergama in der Provinz Izmir die Generatoren für den Anlagentyp mit 7,0 Megawatt (MW) Nennleistung herstellen wird. Das Werk soll dann die Stromerzeugungskomponenten für diejenigen E-175-Anlagen herstellen, die Enercon für Errichtungen in der Türkei herstellt. Außerdem soll Ates Celik auch die Stahlsegemente der Hybridtürme dieser Anlage produzieren.

Schon bisher fertigen die Ates-Werke für Enercon Generatoren und Türme. Das Werk soll die Stahlhybridtürme dort auch für zusätzliche Auslieferungen nach Europa herstellen. Die Produktion der neuen Turmsegmente hat schon begonnen. Die Generatorenmontage für die E-175 soll im vierten Quartal des Jahres starten.

Schon im Mai hatte Enercon mit Ates die Rotorblattproduktion für die neue Großanlage des Unternehmens vereinbart. Dafür soll ein neues Werk ebenfalls in Bergama die Produktion starten, das jährlich bis zu 150 Blattsätze herstellen kann. Das Werk soll die Rotorblätter auch an E-175-Windparkprojekte in Süd- und Osteuropa liefern.

Mit den neuen Erzeugungskapazitäten reagiert Enercon auch auf neue Ausschreibungsregeln des wichtigen Windenergiemarktes. Diese sehen einen künftig größeren und klar vorgeschriebenen Mindestanteil an lokaler Fertigung als Voraussetzung für die Teilnahme an türkischen Windparkausschreibungen vor. Auch andere Windturbinenhersteller wie zuletzt beispielsweise Nordex stellten jüngst neue Erzeugungskapazitäten sicher. So startete Nordex Ende Mai die neue Blattproduktion ebenfalls in der Provinz Izmir.