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EDP erhält EEG-Zuschlag für Windpark in Niedersachsen

Der Energiekonzern EDP hat für seinen geplanten Windpark „Osteria“ in Niedersachsen einen Zuschlag in einer Ausschreibung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten. Nach Angaben des Unternehmens umfasst er die gesamte vorgesehene Leistung von 21 Megawatt. Damit steht für das Projekt ein Förderrahmen über 20 Jahre fest. Bis Strom aus dem Windpark ins Netz fließt, wird es allerdings noch dauern: EDP plant den Baubeginn für 2027 und die Inbetriebnahme für 2028.

Vorgesehen sind drei Windenergieanlagen. Sie sollen nach der Prognose des Unternehmens zusammen rund 58 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Ob dieser Wert im späteren Betrieb erreicht wird, hängt unter anderem von den tatsächlichen Windverhältnissen ab. Angaben zum genauen Standort innerhalb Niedersachsens, zu den Anlagentypen und zur Höhe des Zuschlags enthält die Mitteilung nicht.

Zuschlag als Schritt zur Umsetzung

Für EDP ist die Förderzusage ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung des Projekts. Sie legt einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fest, ersetzt aber nicht den Bau und die Inbetriebnahme der Anlagen. Erst wenn das Vorhaben umgesetzt ist, kann der Windpark zur Stromerzeugung beitragen.

„Osteria zeigt, worauf es für die europäische Energiewende jetzt ankommt: verlässliche Rahmenbedingungen, die Investitionen ermöglichen, und Unternehmen, die Ambitionen in konkrete Projekte umsetzen“, sagt Pedro Vinagre, CEO Europe bei EDP. Der EEG-Zuschlag sei ein weiterer Schritt beim Ausbau der deutschen Plattform für erneuerbare Energien. Das Unternehmen bezeichnet Deutschland als einen seiner zentralen europäischen Wachstumsmärkte.

Der geplante Jahresertrag von 58 Gigawattstunden ist zunächst eine Erwartung des Projektentwicklers. Er sagt noch nichts darüber aus, wie viel Strom die drei Anlagen in einzelnen Jahren tatsächlich liefern werden. Auch zum Bauablauf nennt EDP bislang nur die beiden Eckdaten: Baubeginn 2027, Inbetriebnahme 2028.

EDP setzt in Deutschland auf mehrere Technologien

Das Windprojekt ist Teil eines breiteren Engagements von EDP in Deutschland. Nach eigenen Angaben betreibt der Konzern hier bereits Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 150 Megawattpeak. Zudem entwickelt er eine Projektpipeline von mehr als vier Gigawatt, die Solar- und Onshore-Windprojekte sowie Batteriespeicher umfasst.

Zwischen bestehenden Anlagen und einer Projektpipeline besteht jedoch ein Unterschied: Die Pipeline beschreibt Vorhaben in der Entwicklung, nicht bereits installierte oder gesichert verfügbare Leistung. Wie viel davon gebaut wird und wann einzelne Projekte ans Netz gehen könnten, lässt sich aus der Mitteilung nicht ableiten. Auch für „Osteria“ stehen nach dem Zuschlag weitere Schritte bis zur vorgesehenen Inbetriebnahme an.

Mit der Kombination verschiedener Technologien will EDP seine Präsenz auf dem deutschen Markt ausbauen. Solaranlagen und Windparks erzeugen Strom zu unterschiedlichen Zeiten; Speicher können Strom zeitlich verschieben. Welche Rolle solche Kombinationen bei „Osteria“ selbst spielen sollen, geht aus den vorliegenden Angaben allerdings nicht hervor. Das niedersächsische Vorhaben wird als eigenständiges Windprojekt beschrieben.

Ein Projekt in einem internationalen Portfolio

EDP ist international in der Energieerzeugung, im Netzgeschäft, bei Kundenlösungen und im Energiemanagement tätig. Der Konzern beziffert die installierte Leistung seines weltweiten Portfolios aus Wind-, Solar- und Wasserkraftanlagen auf knapp 33 Gigawatt. Rund 12.000 Menschen arbeiten nach Unternehmensangaben für die Gruppe.

Diese Größenordnung ordnet das Niedersachsen-Projekt ein: Mit 21 Megawatt ist „Osteria“ nur ein kleiner Teil des internationalen Bestands, für den Ausbau des deutschen Windportfolios aber ein konkretes neues Vorhaben. Entscheidend wird nun sein, ob EDP den angekündigten Zeitplan einhalten kann. Der nächste genannte Meilenstein ist der Baustart im Jahr 2027.