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Heizen mit H2

Erste katalytische Wasserstoff-Heizung läuft bei Flusys in Offenbach

Hyting hat am 4. Februar 2026 seine erste Kundeninstallation in Betrieb genommen. Die Anlage befindet sich in der Produktionsstätte von Flusys in Offenbach. Das Unternehmen stellt dort Präzisionspumpen her. Die 10-kW-Einheit beheizt einen Raum von 1.000 Kubikmetern. Den Wasserstoff bezieht Flusys von einem regionalen Lieferanten.

Die Wasserstoff-Heizung arbeitet in einer Hybridkonfiguration mit einer Wärmepumpe zusammen. Die Hyting-Einheit deckt dabei Spitzenlasten ab, während die Wärmepumpe die Grundlast übernimmt. Laut Hyting ermöglicht diese Konfiguration eine optimale Dimensionierung beider Komponenten. Zudem reduziere sie die benötigte elektrische Anschlussleistung.

Katalytische Heizung arbeitet mit Wasserstoff-Konzentration unterhalb des brennbaren Bereichs

Die Technologie basiert auf einem flammenlosen katalytischen Prozess. Dabei reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Es entstehen laut Hersteller keine CO2-, NOx- oder Feinstaubemissionen, einziges Nebenprodukt i Wasserdampf. Das System arbeitet laut Unternehmensangaben zu keinem Zeitpunkt mit brennbaren Wasserstoffkonzentrationen.

Vor der Inbetriebnahme hat ein Ingenieursdienstleister einen 2.500-Stunden-Dauertest durchgeführt. Dieser simulierte zehn Jahre Realbetrieb. Der Test sei ohne Ausfälle oder messbaren Verschleiß an sicherheitskritischen Komponenten verlaufen. Hyting hat zudem die GAR-Zertifizierung (Gas Appliance Regulation) für seine Technologie erhalten.

Die Wärmegeneratoren sind in Leistungsstufen von 10 und 50 kW erhältlich. Durch modulare Konfigurationen lassen sie sich für höhere Heizleistungen kombinieren. Weitere Kundeninstallationen sollen im ersten Quartal 2026 folgen.

Hyting wurde 2021 in Wiesbaden gegründet. Das Unternehmen konzentriert sich auf Luftheizungssysteme für Industrie-, Gewerbe- und Logistikgebäude sowie auf Prozesswärme bis 300 Grad Celsius.