Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Der riesige Speicher in Bollingstedt in Schleswig-Holstein ist seit vergangenem Jahr in Betrieb. Er kann satte 238 Megawattstunden Strom zwischenlagern und mit 103,5 Megawatt Leistung bei Bedarf ins lokale Netz drücken. Der Schweizer Energieanbieter Alpiq hat die Anlage jetzt von Eco Stor gekauft. Damit weitet das Unternehmen seine Assets innerhalb der flexiblen Energieinfrastruktur aus und steigt in den Großspeichermarkt und in die flexible Energieinfrastruktur in Deutschland ein.
Mehr Flexibilität für das Stromsystem
Nach Angaben von Alpiq ist Bollingstedt der derzeit größte Speicher in Deutschland. Tatsächlich ist es der dritte Speicher, den Alpiq in sein Portfolio aufnimmt. Die beiden anderen Speicher stehen in Cheviré in der Nähe der französischen Atlantikhafenstadt St. Nazaire. Diese Anlage hat eine Leistung von 100 Megawatt. Ein zweiter, mit 30 Megawatt kleinerer Speicher steht im finnischen Valkeakoski. „Mit dem BESS Bollingstedt stärken wir unsere Fähigkeit, Flexibilität dort bereitzustellen, wo sie im Stromsystem den größten Nutzen stiftet“, sagt Amédée Murisier, Leiter des Geschäftsbereichs Asset bei Alpiq. „Die Anlage ergänzt unser bestehendes Portfolio perfekt und unterstreicht unseren Anspruch, eine führende Rolle im europäischen Markt für Batteriespeicher einzunehmen. Wir werden daher auch in Deutschland neben unserer bestehenden Projektpipeline weitere Möglichkeiten im Bereich bereits operativer Batteriespeicher evaluieren“, stellt er in Aussicht.
Speicher optimiert in den Energiemarkt bringen
So baut das Unternehmen schon Speicher in Italien mit einer Gesamtleistung von mehr als 250 Megawatt. Diese Anlagen stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Weitere Projekte sollen in Italien und in der Schweiz entstehen. Zusätzlich dazu hat Alpiq Anfang Juli eine 90-prozentige Mehrheitsbeteiligung an Harmony Energy erworben, einem europaweiten Entwickler und Betreiber von Batteriespeichern. Dieses Unternehmen hat eine Multi-Gigawatt-Projektpipeline in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Polen.
Grundlage für den weiteren Ausbau
Der Kauf der Anlage in Bollingstedt ergänzt diese Pipeline gezielt. Denn der operative Batteriespeicher trage unmittelbar zum Geschäftsergebnis bei und verschaffe Alpiq direkten Zugang zum deutschen Markt für Batteriespeicher, teilt das Unternehmen mit. Durch die Kombination eines solch umfangreichen Projektportfolios mit operativen Anlagen lege Alpiq die Grundlage für den weiteren Ausbau seiner Flexibilitätsplattform in Europa.
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Weiteren Speicher in Norddeutschland bewirtschaften
Der Kauf des Speichers in Bollingstedt ist nicht die erste Zusammenarbeit mit Eco Stor. Alpiq hat mit dem deutsch-norwegischen Projektentwickler und Anlagenbetreiber schon im November 2025 einen langfristigen Tollingvertrag für den Batteriespeicher Schuby in Norddeutschland abgeschlossen. Das bedeutet, dass Eco Stor den Speicher weiterhin betreibt, Alpiq aber das Recht einräumt, die Anlage für die Vermarktung von Flexibilitäten zu nutzen.