Der Hersteller von Plug-and-Play-Solarsystemen Maxxisun erprobt gemeinsam mit dem Direktvermarkter IBC Green Elements die Einspeisung und Vergütung von Solarüberschüssen kleiner Anlagen. Das Pilotprojekt trägt den Namen Maxxicharge Dynamixx und läuft vom 1. Dezember 2026 bis zum 1. Mai 2027.
Weniger Subventionen, höhere Wirtschaftlichkeit
Es soll nach Unternehmensangaben den Weg für eine breitere Direktvermarktung kleiner Solaranlagen im Zuge der geplanten EEG-Novelle 2027 bereiten, die sich derzeit noch im Gesetzgebungsverfahren befindet.
10,24 Cent je Kilowattstunde
Teilnehmer mit einem Maxxicharge V2 oder V2+ und Solarmodulen erhalten während der Pilotphase pauschal 10,24 Cent je eingespeister Kilowattstunde Solarüberschuss. Der aktuelle gesetzliche Einspeisesatz für neue Dachanlagen bis zehn Kilowatt liegt bei 7,70 Cent je Kilowattstunde – die Pilotvergütung liegt damit rund 33 Prozent darüber. Laut Maxxisun entspricht das Niveau dem, das zuletzt 2019 für vergleichbare Neuanlagen galt. Die Vergütung ist unabhängig vom Börsenstrompreis und wird über die Dynamixx-Abrechnung gutgeschrieben.
Balkonkraftwerke: Klimaretter oder riskante Bastellösung?
Im Pilotprojekt sammeln die Partner praktische Erfahrungen mit Erzeugungsmengen, Einspeisezeiten sowie der zuverlässigen Zuordnung und Abrechnung kleiner Solarstrommengen. „Wir wollen den Einstieg von Plug & Play Solarsystemen in die Direktvermarktung aktiv mitgestalten. Deshalb sammeln wir frühzeitig praktische Erfahrungen mit Erzeugung, Einspeisezeiten und Abrechnung", sagt Nico Sorge, Geschäftsführer von Maxxisun. Aus diesen Erfahrungen entwickelt der Anbieter ein einfach nutzbares Modell.
Beispiel für 6.000 Kilowattstunden Verbrauch
Nach einem Rechenbeispiel des Unternehmens erzielt ein Haushalt mit 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch, sechs Kilowatt Solarleistung und fünf Kilowattstunden Speicherkapazität einen jährlichen Gesamtvorteil von rund 2.005 Euro – davon 367 Euro durch die Einspeisevergütung. Gegenüber einer vergleichbaren Anlage ohne Tarifvorteil und ohne Vergütung des Überschusses ergibt sich laut Maxxisun ein Mehrwert von 801 Euro.
APsystems: Dreiphasiger Mikrowechselrichter für acht Module
Eine Studie des Fraunhofer ISE vom Februar 2026 sieht eine feste Überschussvergütung in Kombination mit dynamischem Strombezug als prüfenswerten Ansatz. Maxxisun entwickelt und produziert seine Systeme am Standort Wiedemar in Sachsen. (nhp)
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