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Projekt: ReaKT prüft technische Regeln im Gebäudesektor

oatawa / Adobe Stock

Klimawandel, Energiewende und verändertes Nutzerverhalten stellen bestehende technische Normen und Richtlinien im Gebäudesektor zunehmend infrage. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Verbundvorhaben „ReaKT – Resiliente, energieangepasste Konzepte und Technologien für die Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden“ untersucht deshalb, ob geltende Normen, Richtlinien und Planungsansätze für Versorgungskonzepte von Gebäuden den Anforderungen von morgen entsprechen.

Projekt erfasst veränderte Randbedingungen

Es gibt einige Faktoren, die die Anforderungen an Gebäude und ihre Nutzung beeinflussen: So zum Beispiel energetische Sanierungen im Gebäudebestand sowie klimatische Veränderungen. Aber auch sozio-kulturelle Entwicklungen wie Home-Office und der demografische Wandel verändern die Gebäudenutzung.

Zahlreiche Regelwerke bilden aktuelle und zukünftige Anforderungen an Gebäude nur unzureichend ab. Sie basieren auf historischen Randbedingungen wie veralteten Klimadaten, Nutzerprofilen und fossilen Energiesystemen.

Damit künftige Versorgungssysteme für den langfristigen Betrieb sicher und wirtschaftlich nachhaltig ausgelegt werden können, müssen geltende Normen und Richtlinien auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft werden. Genau hier setzt ReaKT an.

Steinbeis-Innovationszentrum energieplus

Verbund bewertet Bedarf und Resilienz

Seit dem 1. Juni 2026 analysiert ReaKT systematisch die Auswirkungen veränderter klimatischer, technischer und sozio-kultureller Randbedingungen auf den Wärme- und Kältebedarf von Gebäuden. Das Vorhaben bewertet zugleich die Resilienz bestehender Versorgungskonzepte.

Ziel des Projekts ist es, belastbare Randbedingungen und Handlungsempfehlungen für die Anpassung technischer Normen, Richtlinien und Planungsansätze zur zukünftigen Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden abzuleiten.

Das Vorhaben bearbeiten das Steinbeis-Innovationszentrum Energieplus, der Lehrstuhl für technische Thermodynamik der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, die DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH sowie das Deutsche Institut für Normung e.V. Ein umfangreicher Projektbeirat unterstützt die Verbundpartner. Der Beirat setzt sich aus zahlreichen Praxispartnern, Verbänden, Energieagenturen und Handwerkskammern zusammen. Sie bringen ihre Erfahrungen und Expertise in das Projekt ein.

Umfrage identifiziert Anpassungsbedarf

Zum Projektbeginn läuft eine kurze Umfrage zur Identifikation von Handlungs- und Anpassungsbedarfen aktuell geltender Normen und Richtlinien. Die Teilnahme ist hier per Link möglich. Quelle: ar / Steinbeis-Innovationszentrum Energieplus