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12-GW-Schub fürs Klima

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte das Aufbruchssignal schon am Tag vor der Vorstellung des Klimaschutzprogramms 2026 durch Kabinettskollege Bundesumweltminister Carsten Schneider gesetzt. Die Regierung stehe zu den Klimaschutzzielen und gebe „insbesondere der Windenergie an Land bis 2030 einen zusätzlichen Boost von bis zu zwölf Gigawatt“ (GW). 2.000 Turbinen werde dies aus einem großen Überhang schon genehmigter Windparkprojekte freigeben, sagte anderntags der Umweltminister. Die zwölf Gigawatt extra sollten bis 2030 ans Netz gehen. Auch das sozial gestaffelte Förderprogramm für 800.000 Elektroautos werde starten, ebenso eine „Unterstützung für die Industrie beim Umstieg auf moderne Klima-Technologien“. 23 Maßnahmen würden „Wälder, Moore und Böden fit machen“ – als CO₂-Senken: zum Beispiel Forstprojekte, die beständige Mischwälder schaffen. Für alles werde der Bund frische acht Milliarden Euro ausgeben, vor allem aus dem Klima- und Transformationsfonds.

Schneider will mit dem 67-Maßnahmen-Programm 27 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO₂) mehr einsparen. Alleine der Windkraftmehrausbau bringe 6,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ein, das Elektroautoprogramm eine Million, die Klimaschutzumrüstung der Industrie 4,3 und das Weiterentwickeln der Treibhausgasquote in Kraftstoffen 6,7 Millionen Tonnen CO₂. Laut Klimaschutzgesetz war ein Programm fällig, das die im Vorjahr festgestellte Lücke von 25 Millionen Tonnen CO₂ zum 65-Prozent-Minderungsziel 2030 schließt. (kw/tw)