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Was geht, Hyfindr?

Hyfindr-Geschäftsführer Dr. Björn Lüssow erzählt von Besonderheiten und Begegnungen aus der internationalen Welt des Wasserstoffs.

Auf dem World Hydrogen Summit in Rotterdam war in­ ­diesem Jahr eines spürbar:

Die Stimmung hat sich verändert.

Nach einer Phase der großen Erwartungen, gefolgt von einer spürbaren Ernüchterung im letzten Jahr, sind die Gespräche heute anders. Weniger laut, weniger visionär im Ton – aber gleichzeitig klarer, konkreter und vor allem: zuversichtlicher. Das mag zunächst nebensächlich wirken. Ist es aber nicht.

Denn Industrien entwickeln sich nicht allein auf Basis von Daten, Business Cases oder regulatorischen Rahmenbedingungen. Sie entwickeln sich auf Basis von Vertrauen.

Eine hilfreiche Analogie ist ein Vogelschwarm am Himmel. Nicht jeder Vogel analysiert die Situation neu. Es braucht nur einige wenige, die die Richtung ändern. Eine kleine Gruppe folgt. Und plötzlich bewegt sich der gesamte Schwarm. In der Wirtschaft funktioniert Dynamik ähnlich. Einige wenige Marktführer treffen mutige Entscheidungen. Frühe Nachfolger validieren diese Schritte Die breite Masse gewinnt Vertrauen – und zieht nach

Deshalb kommt der Stimmung unter Entscheidern eine besondere Bedeutung zu. Wenn ein Unternehmen investiert, wirkt das isoliert betrachtet riskant.
Wenn mehrere Unternehmen gleichzeitig in ähnliche Richtungen investieren, verändert sich die Wahrnehmung: Das Risiko wird zum kalkulierbaren Schritt. Der Schwarm beginnt, sich zu bewegen.

Rotterdam hat gezeigt, dass wir an einem solchen Punkt stehen könnten. Die Wasserstoffwirtschaft wird sich nicht durch einen einzelnen Durchbruch entscheiden. Kein Projekt, kein Unternehmen, keine Technologie wird allein den Ausschlag geben. Sie wird sich entwickeln, wenn viele Akteure gleichzeitig den Mut finden, den nächsten Schritt zu gehen.

Dann sind wir wie Vögel, und die Wasserstoffindustrie bewegt sich wie ein Schwarm.

Packen wir es an, und fliegen los.