Die Stadtwerke Stuttgart haben am geplanten Green Hydrogen Hub in Stuttgart-Wangen vier Niederdruckspeicher für Wasserstoff aufgestellt. Jeder Tank ist rund 22 Meter hoch und wiegt etwa 65 Tonnen. Zusammen bringen sie es auf ein Volumen von 328 Kubikmetern. Die maximale Speicherkapazität beträgt rund 2.100 Kilogramm Wasserstoff. Zum Vergleich nennen die Stadtwerke die Reichweite eines Wasserstoffbusses: Dieser könnte mit der Menge bis zu 20.000 Kilometer zurücklegen.
Speicher sollen Produktion und Abgabe entkoppeln
Der Wasserstoff soll am Standort mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt und in den vier Tanks zwischengespeichert werden. Damit wollen die Stadtwerke die Produktion flexibel an die Stromverfügbarkeit anpassen. Wenn günstiger Solar- oder Windstrom zur Verfügung steht, soll die Elektrolyse hochgefahren werden. Wasserstoff, der nicht direkt in die geplante Pipeline oder in Trailer fließt, wird nach Angaben des Unternehmens in den Speichern gepuffert und später bedarfsgerecht verteilt. „Die vier unübersehbaren Niederdruckspeicher prägen künftig das Erscheinungsbild unseres Green Hydrogen Hubs. Die Speicher verbinden die Wasserstoffproduktion und -versorgung sinnvoll und flexibel“, sagt Peter Drausnigg, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart.
Regionale Versorgung als Ziel
Mit dem Green Hydrogen Hub wollen die Stadtwerke Stuttgart eine regionale Wasserstoffversorgung für Stuttgart und die umliegende Region aufbauen. Neben den Speichern gehören dazu nach Unternehmensangaben eine Elektrolyseanlage sowie eine eigene Pipeline und die Abgabe an Trailer für den Straßentransport. Die Kombination aus Zwischenspeicherung und mehreren Abgabewegen soll eine flexible Belieferung unterschiedlicher Abnehmer ermöglichen.