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H2-Erzeugung

Baden-Württemberg startet zweite Förderrunde für Elektrolyseure mit über 50 Millionen Euro

Das baden-württembergische Umweltministerium hat den zweiten Förderaufruf seines Programms „Elektrolyseure" (ELY) veröffentlicht. Damit fördert das Land die Neuerrichtung und Erweiterung lokaler Elektrolyseure zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff. Für die zweite Runde stehen wieder mehr als 50 Millionen Euro zur Verfügung. Anträge können bis zum 18. Mai 2026 beim Projektträger Karlsruhe am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingereicht werden.

Mindestens 1 MW Nennleistung erforderlich

Gefördert werden Elektrolyseure mit einer elektrischen Nennleistung von mindestens einem Megawatt. Die Fördersumme soll in der Regel zehn Millionen Euro pro Projekt nicht überschreiten. Die Beihilfeintensität beträgt bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionskosten. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kann der Prozentsatz höher liegen. Neben den Elektrolyseuren selbst werden auch weitere Komponenten wie stationäre Wasserstoffspeicher und Kompressoren gefördert – in einem Umfang von bis zu 30 Prozent der Gesamtausgaben. Am 20. März 2026 bietet der Projektträger Karlsruhe eine Online-Beratung zum Förderaufruf an.

Erste Runde: Acht Projekte mit 55 MW gefördert

In der ersten Förderrunde 2025 bewilligte das Land insgesamt 50,7 Millionen Euro für acht Projekte mit einer Gesamtkapazität von 55 MW. Umweltministerin Thekla Walker überreichte die Förderverträge am 17. Dezember 2025. Zu den geförderten Vorhaben zählen unter anderem ein 15-MW-PEM-Elektrolyseur der Deutschen Regas Wasserstoff in Bruchsal, ein 10-MW-PEM-Elektrolyseur der Abfallwirtschaft Rems-Murr am Entsorgungszentrum Winnenden sowie die Erweiterung des Green Hydrogen Hub der Stadtwerke Stuttgart um einen vierten 3-MW-PEM-Elektrolyseur auf dann zwölf Megawatt Gesamtkapazität.

Wasserstoff-Hubs als Schwerpunkt

Das Programm zielt auf den Aufbau regionaler Wasserstoff-Hubs in Baden-Württemberg. Hintergrund ist nach Angaben des Ministeriums, dass das genehmigte Wasserstoff-Kernnetz nicht alle Regionen des Landes abdeckt und dessen Umsetzung noch Zeit in Anspruch nehmen wird. Die lokale Erzeugung soll die Versorgung überbrücken, bis Fernleitungen verfügbar sind. Die Elektrolyseure sollen dabei im Einklang mit dem regionalen Ausbau des Stromnetzes und der erneuerbaren Energien errichtet werden.

Weitere geförderte Projekte aus der ersten Runde umfassen Standorte in Wertheim, Ulm, Kehl, Achern und Aitrach-Ferthofen – mit Leistungen zwischen 1 und 10 MW. Mehrere Vorhaben setzen auf Sektorenkopplung und planen, Abwärme in lokale Wärmenetze einzuspeisen.