Entega erhält für sein Elektrolyseprojekt in Darmstadt einen Förderbescheid des Landes Hessen über rund 1,65 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und fließen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank). Zusätzlich wird das Vorhaben im Rahmen des Reallaborprojekts Delta durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
310 Tonnen Wasserstoff pro Jahr für rund 40 Busse
Die Produktionsanlage entsteht auf dem Gelände des Müllheizkraftwerks in Darmstadt, das dem Zweckverband Abfallverwertung Südhessen (ZAS) gehört. Sie soll nach Unternehmensangaben im ersten Quartal 2027 in den Regelbetrieb gehen.
Geplant ist eine jährliche Produktion von rund 310 Tonnen grünem Wasserstoff. Dieser soll in erster Linie wasserstoffbetriebene Busse versorgen – die Menge reicht laut Entega für etwa 40 Fahrzeuge. Im Vergleich zu Dieselbussen sollen so rund 4.000 Tonnen CO₂ pro Jahr vermieden werden. Der Wasserstoff soll per Trailer zu den Verkehrsbetrieben transportiert und dort vor Ort getankt werden.
Fest aus Goslar liefert die Anlagentechnik
Den Auftrag für die technischen Komponenten hat Entega nach einer EU-weiten Ausschreibung an den Anlagenbauer Fest aus Goslar vergeben. Fest installiert unter anderem den Elektrolyseur, den Verdichter und die Trailer-Abfüllstation. Entega weist allerdings darauf hin, dass die übergeordneten Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft noch von Unsicherheiten geprägt seien.