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Abwärmebefragung ergibt noch einiges an Potenzial

Im Rahmen der Marktstudie für Energiedienstleistungen 2025 hat die Bundesstelle für Energieeffizienz mit einem Konsortium rund um das Forschungsinstitut Prognos, das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg sowie die Kommunikationsagentur Verian zum neunten Mal in Folge umfangreiche Erhebungen durchgeführt. Ein Schwerpunkt der diesjährigen Erhebung lag auf dem Angebot und der Nutzung von Abwärme. Hierzu wurden sowohl Unternehmen auf der Nachfrageseite als auch potenzielle Anbieter von Abwärme systematisch befragt. An der Befragung nahmen 132 Energieversorgungsunternehmen und 795 Unternehmen aus der energieintensiven Industrie, der sonstigen Industrie sowie Betreiber von Rechenzentren teil.

Zentrale Ergebnisse der Nachfrageseite

Die Auswertung zeigt, dass die Nutzung gewerblicher Abwärme bei Energieversorgungsunternehmen bislang noch vergleichsweise gering ist.

- Rund 61 Prozent der befragten Energieversorgungsunternehmen setzen derzeit keine gewerbliche Abwärme ein.

- Als wesentliche Hemmnisse nennen die Unternehmen insbesondere die fehlende Kenntnis über verfügbare Abwärmequellen sowie wirtschaftliche Bedenken bei der Umsetzung entsprechender Projekte genannt.

- Zudem ist die Plattform für Abwärme (PfA) nur etwa einem Viertel der befragten Energieversorgungsunternehmen bekannt. Von diesen nutzt wiederum rund die Hälfte die Plattform bereits aktiv.

Zentrale Ergebnisse der Angebotsseite

Auch auf der Angebotsseite liefert die Befragung wichtige Einblicke in den aktuellen Stand und die Perspektiven der Abwärmenutzung.

- Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt bereits Abwärme oder plant eine entsprechende Nutzung.

- Bei der geplanten Nutzung werden vor allem wirtschaftliche und bürokratische Hindernisse als zentrale Herausforderungen genannt. Bei der Selbstnutzung von Abwärme stehen hingegen technische Hürden im Vordergrund.

- Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwarten im Zuge der Transformation keine wesentlichen Änderungen der anfallende Abwärmemengen. Quelle: BfEE/jb

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