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Veranstaltungen

Wächst das zusammen?

Text: Eva Augsten

Es ist heiß, es ist voll, per Lautsprecher werden die Messegäste ermahnt, die Hallentüren geschlossen zu halten, damit die Klimaanlage richtig arbeiten kann. Die Messe hat 2.800 Aussteller, man rechnet bei Druckschluss dieses Heftes mit 2.800 Besuchern.

Renewables 24/7

Die Messe, die als Intersolar begann, ist schon lange keine reine Solarmesse mehr. Speichertechnologien, E-Mobilität und auch das Thema Netzintegration sind seit Jahren fester Bestandteil. Die Smarter E ist damit auch eine Plattform, auf der Sektoren auch technisch zusammenfinden und immer wieder Gesamtlösungen diskutiert werden.

Eine Idee, wie ein vollständig erneuerbares Energiesystem aussehen könnte, zeigt diesmal eine Sonderschau mit dem Titel Renewables 24/7. Auch ein Anwendungsbeispiel aus dem Wasserstoffbereich gibt es dort zu sehen – einen 54-MW-starken PEM-Elektrolyseur bei BASF in Ludwigshafen.

Interesse ist groß

Zwischen den Batteriespeichern finden sich seit einigen Jahren immer wieder Anbieter von Wasserstofftechnologien. In diesem Jahr beherbergt die Messe München erstmals auch den Hydrogen Dialogue, ein Format, das vorher in Nürnberg stattfand. Es besteht aus einer Konferenz im Kongresszentrum und einem offenen Forum in der Messe.

Das ist eine Chance für Wasserstoff und Ökostrom, näher zusammenzufinden – so erklärten die Veranstalter die Idee. Rund um das Forum scheint das Konzept aufzugehen. „Die Fragen aus dem Publikum sind aufgeschlossen und interessiert“, ist der Eindruck von Olivier Bucheli, der die Messe bei der fachlichen Ausrichtung des Wasserstoffforums in den Messehallen beraten hat. Auch Silke Frank, die mit Hydrogen Moves ihren Stand direkt neben dem Forum hat, lobt den guten ­Austausch.

Moleküle gegen Elektronen?

Bei der Eröffnung des Hydrogen Dialogue Summit im Konferenzzentrum bekommt man indessen einen anderen Eindruck. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger klagt, dass man in seinem Land damit kämpfe, „händeringend den Brownout zu verhindern“, da immer wieder zu viel Solarstrom die Netze überschwemme. Auch sonst meint man bisweilen, Wasserstoff und Ökostrom seien nicht Partner in der Energiewende, sondern erbitterte Feinde. „Elektronen sind links, Moleküle sind rechts“, sagt Professor Michael Sterner von der OTH Regensburg. Und Jorgo Chatzimarkakis von Hydrogen Europe, bekannt für seine markigen Aussagen, spricht von „Elektro-Taliban“.

Wenn aus Wasserstoff und erneuerbarem Strom tatsächlich eine resiliente Energieversorgung für Europa werden soll, sind hier noch einige Brücken zu schlagen. Vielleicht ist München der Ort dafür.

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