Der Wasserstoffhochlauf stockt. Deutsche Energiekonzerne und Verbände wollen nun aus „Pragmatismus“ die RFNBO-Kriterien abschwächen und Ziele für unverbindlich erklären.
Auf dem Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks Moorburg entsteht die Wasserstoffzukunft – schneller als viele gedacht hätten. Mit dem H2-Connector und dem 100-Megawatt-Elektrolyseur wächst hier ein System zusammen, das die Hansestadt zur zentralen Drehscheibe der deutschen Wasserstoffwirtschaft machen soll.
Namibia hat beste Voraussetzungen zur Produktion von grünem Wasserstoff und die Regierung große Pläne. Eisen, Dünger, Arbeitsplätze – der Wasserstoff soll die Wirtschaft voranbringen und das Land unabhängiger machen. Der Journalist Klaus Sieg und der Fotograf Martin Egbert waren in Namibia unterwegs und haben Projekte, Hoffnungen und Herausforderungen kennengelernt.
Die Windbranche in Europa steht an einem Scheideweg – mit direkten Folgen für den H2-Hochlauf. Investoren in Nordsee-Windparks wollen aussteigen. Auf der Hamburg Offshore Wind Conference warnen Vertreter der Stahl- und Windindustrie bereits vor der Lücke zwischen Ausbauzielen und Realität.
Der Hydrogen Dialogue mit Konferenz und Forum auf der Messe war in diesem Jahr erstmals Teil der Energiewendemesse The Smarter E. Finden Strom und Wasserstoff nun zusammen?
Europa braucht Wasserstoff – aber ohne überstürzte Skalierung in den Gigawatt-Maßstab. Timo Bollerhey (H2Global) und Michael Gauglitz (ST Engineering) erklären im Podcast „Hydrogen Elevator“, wie Europa trotzdem mit Asien Schritt halten kann.
Nach Monaten der Ungewissheit über die Zukunft des NWR und zähem Ringen hinter den Kulissen steht fest, dass das Gremium nicht nur leicht reformiert, sondern gänzlich neu aufgesetzt wird.
Nach Jahren großer Erwartungen an Wasserstoff forderten Experten auf dem Hamburger Kongress „EnergieZukunftWasserstoff“ eine Neubewertung der Technologie. Einig waren sich die Fachleute aus Technik, Wirtschaft, Politik und Recht, dass Wasserstoff für ein klimaneutrales Energiesystem unverzichtbar bleibt.
Nicht technische Hürden, sondern wirtschaftliche und regulatorische Risiken bremsen die Entwicklung. Das zeigt eine Capgemini-Studie im Auftrag des BDEW: Projekte scheitern derzeit an zu riskanten Investitionsbedingungen.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre gefährdet ein Krieg die Versorgung mit fossiler Energie und lässt die Preise in die Höhe schnellen. Es wird Zeit, Alternativen zu stärken.
Die EU-Kommission hat Anfang März den lang erwarteten Vorschlag für den Industrial Accelerator Act (IAA) vorgelegt. Das Gesetz soll die Nachfrage nach in Europa hergestellten, CO2-armen Technologien und Produkten stärken. Wasserstoff profitiert dabei weniger, als manche gehofft hatten.
Rund 450 Teilnehmer, 55 Sprecher und 50 Aussteller kamen Anfang März in der Hauptstadt zusammen, um über Projekte, Regulierung und Technologien zu diskutieren. Das Forum präsentierte sich bewusst überschaubar – „klein, aber fein“ – und bot damit vor allem Raum für vertiefte Gespräche und neue Partnerschaften.
Im Nordosten Finnlands sind die Voraussetzungen für die Wasserstofferzeugung so gut wie nur an wenigen Orten. Die Region wirbt um Investoren.
Kritische Infrastrukturen rücken ins Zentrum der Verteidigungsfähigkeit. Als resilienter Energieträger kann Wasserstoff hier viel beitragen – und zugleich die Transformation beschleunigen.
Infolge der Dreifach-Katastrophe in Fukushima hat die Region im Nordosten Japans energiepolitisch einen Sonderweg eingeschlagen: Sie setzt komplett auf Solar- und Windenergie, Biomasse und Wasserstoff.
Das neue Netzpaket der EU-Kommission soll die Wasserstoff-Infrastruktur beflügeln. Es verspricht nicht nur schnellere Genehmigungen, sondern auch deutlich mehr Geld und konkrete Pipelinekorridore.