Zwei Jahre nach der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur nimmt das deutsche Wasserstoff-Kernnetz konkrete Formen an. Über 500 Kilometer Leitungen sind bereits in Betrieb, die Industrie nutzt das Netz.
Das Bundeswirtschaftsministerium hat zehn Maßnahmen beschlossen, um den stockenden Hochlauf des Wasserstoffmarkts in Deutschland zu beschleunigen. Darunter sind ein neues CCfD-Fenster mit 1,5 Milliarden Euro – und ein Leitmarkt für emissionsarmen Stahl.
Mit steigender Beimischung „grüner Gase“ soll die Wärmeversorgung klimaneutral werden. Kritiker bemängeln fehlende Verbindlichkeit und unklare Definitionen.
Die Westfalen-Gruppe konzentriert sich künftig auf batterieelektrische Mobilität im Schwerlastverkehr und baut die Infrastruktur für E-Ladeparks weiter aus.
Das Vorhaben umfasst einen Elektrolyseur mit einer Leistung von bis zu 500 Megawatt und einer geplanten Produktionskapazität von rund 50.000 Tonnen grünem Wasserstoff pro Jahr.
Zum 1. Oktober 2026 reduziert H2 Mobility die Preise für Wasserstoff an 15 deutschen Tankstellen um zwölf bis 16 Prozent. Möglich macht dies der Einsatz von grünem Wasserstoff in Verbindung mit Erlösen aus dem THG-Quotenhandel.
Die H2-Strategien der Bundesländer halten dem Realitätscheck nicht Stand, Ziele werden verfehlt. Auch der regulatorische Rahmen bremst.
Zahlreiche europäische Verbände aus Energie-, Wasserstoff- und Industriewirtschaft drängen die EU-Kommission zu einer schnellen Überarbeitung der Delegierten Verordnung (EU) 2023/1184. Die anhaltende Unsicherheit über die Produktionskriterien für erneuerbaren Wasserstoff gefährde Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Air Products hat mit RWE einen langfristigen Stromabnahmevertrag geschlossen. RWE liefert jährlich bis zu 75 GWh Wind- und Solarstrom für die Wasserstoffanlagen in Rotterdam. Damit soll auch die im Bau befindliche Wasserstoffverflüssigungsanlage versorgt werden.
Der Energiekonzern Uniper hat ausreichend Kapazitätsreservierungen für das geplante Wasserstoff-Importterminal in Wilhelmshaven erhalten. Das Terminal soll jährlich bis zu 350.000 Tonnen Wasserstoff importieren.
Siemens Energy bereitet die rechtliche und operative Abspaltung seines Geschäftsbereichs Transformation of Industry vor. Zu dem Bereich mit 17.000 Beschäftigten und 5,7 Milliarden Euro Umsatz gehört auch das Elektrolyseur-Geschäft für die Produktion von grünem Wasserstoff.
Beim Sommerempfang des LEE Schleswig-Holstein stand grüner Wasserstoff im Mittelpunkt. Der Verband kritisiert die Energiepolitik der Bundesregierung und fordert stabile Investitionsbedingungen.
Die geplante Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes öffnet erstmals den Weg für kombinierte Strom- und Wasserstofferzeugung auf See. Die Initiative AquaVentus begrüßt den Referentenentwurf, kritisiert aber die Beschränkung auf einzelne Flächen. Nach Berechnungen der Initiative ließen sich zweistellige Milliardenbeträge einsparen.
Die Bundesnetzagentur hat den Festlegungsentwurf zur Reform der Netzentgelte veröffentlicht. Elektrolyseure für grünen und kohlenstoffarmen Wasserstoff sollen künftig einen Kapazitätspreis statt eines Arbeitsentgelts zahlen.
Die Betreiber des Wasserstoff-Kernnetzes verzeichnen eine deutlich steigende Nachfrage nach Transportkapazitäten. Bis zum 23. Juli 2026 reservierten Marktteilnehmer zahlungspflichtig knapp 6 GW an Ein- und Ausspeise-Kapazitäten. Das ist eine Verdopplung gegenüber Mai.
Der erste Elektrolyse-Wasserstoff aus Lingen ist im Chemiepark Marl angekommen. Damit arbeiten alle Bausteine des Projekts GET H2 Nukleus – Erzeugung, Transport und Abnahme – erstmals im Verbund. Die Leitungen gehören zu den ersten Abschnitten des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes.
Vier Elektrolyseure mit jeweils einem Megawatt errichtet die Grenzland Bürgerenergie eG im Norden von Schleswig-Holstein. Das Ziel ist „Wirtschaftswachstum aus der Region, für die Region“.
Die AquaDuctus Pipeline GmbH beginnt mit den Baugrunduntersuchungen für die geplante Offshore-Wasserstoffpipeline in der Nordsee. Die Arbeiten vor Norderney und Hilgenriedersiel starten und liefern Daten für Trassenführung und Bauverfahren.
Der Hersteller Quest One liefert zwei ME450 Elektrolyseure für ein Mobilitätsprojekt der Regionalverkehr Köln (RVK). Die Anlagen werden in einer neuen Wasserstofftankstelle in der Mechenicher Peternheide installiert, die das Ingenieurbüro Ingenion auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände errichtet.
Welche Rahmenbedingungen müssen für den Wasserstoffhochlauf angepasst werden? Der Elektrolyseurhersteller Quest One sieht Netzentgelte und monatliche Korrelation als zentrale Hebel.
Der Industriegasekonzern Messer beteiligt sich mit 30 Prozent an vier Produktionsstandorten von Lhyfe für erneuerbaren Wasserstoff in Frankreich und Deutschland. Zusätzlich haben beide Unternehmen einen zehnjährigen Liefervertrag geschlossen.
Die EU-Kommission überprüft wichtige Regeln für grünen Wasserstoff. Hintergrund sind geopolitische Risiken und stockende Investitionen. Der Elektrolyseur-Hersteller Quest One nennt konkrete regulatorische Hürden und schlägt Anpassungen für einen schnelleren Markthochlauf vor.
Die Einführung von Wasserstoffantrieben für Baumaschinen stockt. Das liegt an Fortschritten bei der Elektrifizierung auch im Schwerlastbereich, geringer Verfügbarkeit des Wasserstoffs sowie hohen Kosten. Doch trotz widriger Umstände gibt es noch Interesse.
Die Wasserstoffwirtschaft steht kurz vor dem nächsten Schritt, Anlagen und Dienstleistungen für den großen Maßstab auszulegen. Unternehmen zeigen, wie dieser Schritt gemeistert werden kann.
Das Family Office des SAP-Mitgründers Klaus Tschira steigt als langfristiger Investor bei Green Hydrogen Technology ein. Das Unternehmen wandelt nicht recycelbare Abfälle dezentral in Wasserstoff um.