Hycamite betreibt am Hauptsitz in Kokkola eine Anlage zur Methanspaltung im industriellen Maßstab. Die Technologie spaltet Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff, ohne dass dabei nach Unternehmensangaben CO₂-Emissionen entstehen. Neben kohlenstoffarmem Wasserstoff produziert das Unternehmen feste Kohlenstoffmaterialien, darunter Grafit in Batteriequalität.
Nun hat das finnische Cleantech-Unternehmen sein Führungsteam umgebaut. Jukka Nieminen hat den Vorsitz des Vorstands übernommen. Matti Malkamäki, bislang Vorstandsvorsitzender, wechselt in die Position des Chief Executive Officer (CEO). Laura Rahikka, zuvor CEO, wird Chief Operating Officer (COO). Mit der neuen Aufstellung will Hycamite nach eigenen Angaben die Ausweitung seiner Geschäftstätigkeit unterstützen.
Wetterunabhängige Wasserstoffproduktion
„Der nächste Schritt ist die Erweiterung der Anlage und die Steigerung der Produktion hochwertiger, optimierter Kohlenstoffprodukte, darunter Grafit in Batteriequalität“, sagt Rahikka. Malkamäki ergänzt: „Unsere Lösung ermöglicht eine wetterunabhängige Wasserstoffproduktion sowie die lokale Herstellung kritischer Materialien wie Grafit.“
Hycamite will die Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern intensivieren und sein Geschäftsmodell für die internationale Expansion weiterentwickeln.
Nieminen bringt nach Unternehmensangaben internationale Erfahrung aus den Bereichen Industrie, Energie und Technologie mit. „Ich bin beeindruckt vom Potenzial der proprietären Technologie von Hycamite, einige der größten Herausforderungen zur Dekarbonisierung weltweit zu lösen“, sagt Nieminen.
Er verweist auf die in Kokkola errichtete Dekarbonisierungsanlage und kündigt an, das Unternehmen bei der kommerziellen Weiterentwicklung in Europa und auf globalen Märkten zu begleiten – etwa in den Bereichen Energieerzeugung, Stahl, Chemie und Batterien.