Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search

3D-Drucker: Erstes Modulhaus aus Normbeton realisiert

Das gedruckte Modulhaus „Pluto“ wächst durch das 7-Achs-Drucksystem und den beteiligten Projektpartnern von Rupp Gebäudedruck, Avenco, Kuka, M-Tec und Sievert.

Rupp Gebäudedruck GmbH

Das gedruckte Modulhaus „Pluto“ wächst durch das 7-Achs-Drucksystem und den beteiligten Projektpartnern von Rupp Gebäudedruck, Avenco, Kuka, M-Tec und Sievert.

Rupp Gebäudedruck hat erstmals ein Modulhaus mit einem neuen mobilen 7-Achs-Drucksystem hergestellt. In Weißenhorn druckte das Unternehmen das Modell „Pluto“.

Ein Zuhause aus dem 3D-Drucker? Erstmals hat die Rupp Gebäudedruck GmbH ein Modulhaus seiner Architekturserie „Ready4Space“ mit einem neuen mobilen 7-Achs-Drucksystem hergestellt. Gedruckt wurde das Modell „Pluto“: ein modernes Wohnmodul mit 23 Quadratmetern Wohnfläche, Satteldach und charakteristischer 3D-gedruckter Fassadenstruktur. Das Gebäude soll künftig Teil eines Modulhaus-Parks in der Region Weißenhorn werden.

Nach nur fünf Stunden ist rund die Hälfte des Modulhauses „Pluto“ gedruckt.

Rupp Gebäudedruck GmbH

Nach nur fünf Stunden ist rund die Hälfte des Modulhauses „Pluto“ gedruckt.

„Gebäudedruck aus der Nische bringen“

Michael Oßwald, Geschäftsführer der Rupp Gebäudedruck, erklärt: „Unser Ziel ist es, den Gebäudedruck aus der Nische in die breite Anwendung zu bringen. Dafür brauchen wir Lösungen, die wirtschaftlich, flexibel und praxistauglich sind. Genau das zeigt dieses Projekt“. Oßwald ergänzt: „Mit dem neuen Drucksystem und einem normgerechten Beton schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Modulhäuser künftig noch effizienter und skalierbarer zu produzieren.“

Das Rendering zeigt den geplanten Modulhauspark in Kadeltshofen mit der Tinyhouse-Siedlung.

Rupp Gebäudedruck GmbH

Das Rendering zeigt den geplanten Modulhauspark in Kadeltshofen mit der Tinyhouse-Siedlung.

Avenco lieferte ein mobiles 7-Achs-Drucksystem, das das Unternehmen in Partnerschaft mit Kuka entwickelt hat. M-tec Mathis Technik stellte die Misch- und Pumptechnik bereit. Einen 3D-Recycling-Druckbeton entwickelte und lieferte Quick-Mix, eine Marke von Sievert.

Normbeton ersetzt spezielle Rezepturen

Ein zentraler Punkt des Projekts ist die Verwendung eines 3D-Recycling-Druckbetons. Beim Gebäudedruck waren bislang häufig spezielle Rezepturen erforderlich. Das neue Verfahren setzt auf einen Normbeton von Quick-mix, der sich sicher, einfach und präzise verarbeiten lässt. Oßwald erläutert: „Der Einsatz von Normbeton eröffnet neue Möglichkeiten für den 3D-Gebäudedruck. Die Technologie wird dadurch wirtschaftlicher und leichter verfügbar. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer breiteren Marktdurchdringung.“

Serie deckt mehrere Nutzungen ab

Auch geschwungene Wandelemente lassen sich mit dem 3D-Druckverfahren präzise und effizient realisieren.

Rupp Gebäudedruck GmbH

Auch geschwungene Wandelemente lassen sich mit dem 3D-Druckverfahren präzise und effizient realisieren.

Das gedruckte Modulhaus gehört zur Architekturserie „Ready4Space“. Rupp Gebäudedruck bietet damit flexibel nutzbare Modulgebäude an. Die Einheiten können als Gästehaus, Ferienhaus, Homeoffice, Wohnraumerweiterung oder für touristische Konzepte genutzt werden.

Das Modell „Pluto“ zählt zu den kompaktesten Varianten der Serie. Es zeigt, wie sich Architektur, industriell vorgefertigte Prozesse und digitale Fertigung verbinden lassen. Auch die Außenwände wurden vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellt.

Projekt bündelt Planung und Ausbau

Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten. Die Planung und Druckausführung lagen bei Rupp Gebäudedruck, welche nun den Ausbau des Moduls übernimmt. Oßwald betont: „Innovationen entstehen dort, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen“. Oßwald ergänzt: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in starken Partnerschaften steckt. Gemeinsam entwickeln wir Technologien, die das Bauen schneller, flexibler und wirtschaftlicher machen können.“

Vorhaben soll als Referenz dienen

Mit dem 3D-Druck des ersten Moduls sehen die Projektpartner einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer industriell skalierbaren Fertigung von Wohn- und Modulgebäuden. Das Vorhaben in Weißenhorn soll als Referenzprojekt für künftige Anwendungen dienen und die Möglichkeiten moderner Drucktechnologien im Bauwesen sichtbar machen. Quelle: ar / Rupp Gebäudedruck GmbH

Tags