Die Preissenkung um 12 bis 16 Prozent betreffe Stationen, die ursprünglich vor allem für die Betankung von Wasserstoff-Pkw errichtet wurden. In den vergangenen Jahren hat H2 Mobility diese Standorte technisch für die Nutzung durch Busse und Lkw erweitert. Die Preissenkung lasse sich nun durch die Co-Finanzierung des Geschäftsmodells über den Handel mit THG-Quoten realisieren. Die Preissenkung zum 1. Oktober betrifft laut H2 Mobility die folgenden Tankstellen: Bayreuth, Düren, Düsseldorf-Oerschbachstraße, Erlangen, Frechen, Fürth, Herten, Köln/Bonn Flughafen, Leverkusen, München, Saarbrücken, Sindelfingen, Stuttgart Flughafen, Weiterstadt und Wesseling.
An fünf neuen Tankstellen hatte H2 Mobility im Juni die Preise gesenkt: in Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Ludwigshafen und Düsseldorf-Höherweg. Das begründete das Unternehmen mit dem THG-Quotenhandel und Skaleneffekten.
In einem Marktumfeld, in dem die Preise in den vergangenen Jahren überwiegend gestiegen seien, markierten die Preissenkungen eine wichtige Entwicklung, so H2 Mobility. Sie würden zeigen, dass regulatorische Instrumente wie der THG-Quotenhandel die Wirtschaftlichkeit von grünem Wasserstoff verbesserten, indem die daraus entstehenden Vorteile entlang der Wertschöpfungskette weitergegeben würden.
Der Treibhausgas-Quotenhandel, sog. THG-Quotenhandel, verpflichtet Unternehmen im Verkehrssektor dazu, die CO2-Emissionen ihrer Kraftstoffe schrittweise zu reduzieren. Wer weiterhin fossile Energieträger einsetzt, muss entsprechende Minderungsverpflichtungen erfüllen oder finanzielle Ausgleichszahlungen leisten.
Für die Wasserstoffmobilität schaffe dieses Instrument wichtige wirtschaftliche Impulse. Da grüner Wasserstoff zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beiträgt, können die dadurch erzielten Emissionseinsparungen vermarktet werden. Dadurch verbessern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von grünem Wasserstoff.